Feierliche Verkehrsfreigabe des ersten Abschnitts der Ortsumgehung Soller-Frangenheim

2,7 Kilometer sind bereits fertig. Der Verkehr kann also rollen. Vertreter von Bund und Land haben jetzt in Vettweiß den ersten Abschnitt der B56n Ortsumgehung Soller-Frangenheim feierlich freigegeben. Dieser führt von der K 28 bis zum südlichen Bauende am Kreisverkehr mit der L33.

Der Bürgermeister der Gemeinde Vettweiß, Joachim Kunth, sieht dies als großen Meilenstein für die Gemeinde: „Endlich ist es soweit und wir können dank dieser Ortsumgehung eine ordentliche Verkehrsentlastung in nahezu vier Orten herbeiführen. Soller, Frangenheim, Froitzheim und Ginnick werden bald merken, dass die Straßen, die durch die Orte führen, ruhiger werden und weniger befahren sind.“ Verkehrsminister Hendrik Wüst fügte hinzu: „Für die Anwohner bedeutet das natürlich eine deutlich verbesserte Wohn- und Lebensqualität. Das liegt uns sehr am Herzen.


Gleichzeitig wird auch die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer verbessert.“ Mit der Freigabe dieses Bauabschnitts ist die Umleitung des Schwerlastverkehrs über Nebenstraßen nun nicht mehr nötig. In dieses Teilstück hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur übrigens rund 8 Millionen Euro investiert. Ende 2015 begannen die Bauarbeiten. Unter anderem wurden die Brückenbauwerke Bendesgraben, Schnocksgraben, eine Fußgänger- und Wirtschaftsunterführung sowie die Überführung Waldstraße neu gebaut. Die gesamte Neubaustrecke wird eine Länge von circa 3,8 Kilometer haben und dem Verkehr zwei Fahrstreifen, einen je Richtung, bieten.

Nach der Gesamtfertigstellung, die im kommenden Jahr erfolgen soll, entfällt auch die bisher per Ampelanlage geregelte Kreuzung an der B56 (alt) mit der K28 am nördlichen Ortseingang Soller. Den neuen östlichen Knotenpunkt der K 28 mit der B56n baut Straßen.NRW als Kreisverkehr. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund elf Millionen Euro. Die Eingriffe in die Natur durch den Neubau wurden durch mehrere ökologische Ausgleichflächen, unter anderem für die bedrohte Feldlerche, kompensiert. Entlang eines Wirtschaftsweges, der die Bundesstraße quert, helfen neu angepflanzte Bäume und Stützwände seltenen Fledermäusen, unbeschadet über die Straße zu fliegen.

In einer Filteranlage wird von der Fahrbahn ablaufendes Regenwasser vor der Versickerung von Schadstoffen gereinigt. Durch Heckenbepflanzungen entlang der Neubaustrecke wird ein Sichtschutz geschaffen. Eingesegnet wurde der neue Bauabschnitt von Pfarrer Kraus.

Was den Bürgermeister aber immer noch und ständig beschäftigt vermerkte auch Verkehrsminister Wüst in seiner Ansprache. „Egal wo ich dem Bürgermeister der Gemeinde Vettweiß begegne – ständig spricht Herr Kunth mich auf die Ortsumgehung für Kelz an, und lässt nicht locker. Ich hoffe auch dieses Anliegen kann ich bald gemeinsam mit ihm bewältigen.“

 
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