Präventions- und Bildungskonferenz zum Thema „Kein Kind zurücklassen“

Um ein Haar hätten die vorbereiteten Notizzettel nicht ausgereicht. Die Plakate, die zum Bekleben vorgesehen waren, waren über und über mit grünen und roten Karten beklebt, die die positiven und negativen Eigenschaften der Gemeinde Vettweiß im Bezug auf die Kinder- und Jugendarbeit darstellen sollten. Eingeladen hatte die Gemeinde gemeinsam mit dem Kreis Düren zur „Präventions- und Bildungskonferenz“. Ein Modellvorhaben aus dem Jahr 2012 unter dem Thema „Kein Kind zurücklassen“.

Eine Veranstaltung, die hervorheben soll, wie viel bereits in den jeweiligen Kommunen für die jüngeren Bürgerinnen und Bürger getan wird, worauf noch ein Augenmerk gelegt werden muss und vor allen Dingen auch, inwieweit man Kinder und Jugendliche begleiten beziehungsweise ein eventuelles Abdriften in falsche Kreise verhindern oder aber sie aus solchen herausholen kann. Die Vettweißer Bürgerbegegnungsstätte platzte beinahe aus allen Nähten.

„Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich über so viel Teilnahme und Engagement freue“, begeisterte sich Bürgermeister Joachim Kunth in seiner Ansprache an die zahlreichen Gäste. Mehr als 120 Menschen aus der Gemeinde waren der Einladung gefolgt und wollen sich auch künftig zum Wohle der Kinder und Jugendlichen im Gemeindegebiet einsetzen.

Als die Mitarbeiter der Verwaltung in Kooperationsarbeit mit dem Kreis Düren, die Veranstaltung vorbereiteten, sich über Konferenzen in den Nachbargemeinden schlau machten, überlegten, wer denn für einen solchen Abend als Gast in Frage kommen würde, hatte man gehofft, dass die Vettweißer ihrem Engagement treu bleiben. „Wieder einmal haben meine Bürgerinnen und Bürger mich überzeugen können. Hier wird Zusammenhalt und das Wohle aller einfach groß geschrieben. Ich bin unheimlich stolz“, betonte Kunth am Ende des Abends.

„Mit einer Veranstaltung zu dem Thema ist es natürlich nicht getan, aber somit ist bereits der erste wichtige entscheidenden Schritt - nämlich der zur Bereitschaft etwas zu tun, getan“, betonte Doris Peitz vom Amt für Demografie des Kreises Düren, eine der beiden Moderatorinnen des Abends.

Susanne Herfs, Kollegin der eben genannten Doris Peitz, erklärte in einer kurzen Begrüßung, wie der Abend ablaufen soll und war nach über drei Stunden guter Dinge, etwas bewegen zu können. Bereits im Vorfeld wurden die Gäste in Tischgruppen aufgeteilt, die sich nach den jeweiligen Altersgruppen der Kinder aus dem Gemeindegebiet staffelten. So saßen etwa 25 Personen an den Tischen Gelb 1 und 2, die sich mit der Altersgruppe -9 Monate bis 3 Jahre beschäftigten, oder etwa andere an den Tischen Blau 1 und 2 die die Altersgruppe 16+ ins Auge fassen sollten. Beziehend auf die jeweiligen Altersgruppen sollten die Besucher dann schwerpunktmäßig auflisten, was sich im Gemeindegebiet positiv auswirkt, was wünschenswert ist. Wie etwa ein Lehrschwimmbecken, welches hier nicht existiert oder aber die Möglichkeit für Jugendliche Vereinsarbeit zu leisten, Eigenverantwortung an den Tag zu legen. Eine nachfolgende Diskussionsrunde aller Beteiligten ergab anschließend eine Art Rangfolge, der von den Gruppen ausgearbeiteten Kritikpunkten. All diese werden nun der Reihe nach bearbeitet.

„Wir überlegen, welche Wünsche umzusetzen sind und wie wir vorgehen. Außerdem wollen wir dem Vorschlag einen ähnlichen Abend für die Jugendlichen zu organisieren folgen“, verspricht der Bürgermeister. Eine gemeinsame Haltung entwickeln, den Grundgedanken „Vorsorge statt Nachsorge“ langfristig verankern – genau das ist offenkündig der Leitfaden der Vettweißer. „Ich bin überwältigt“ , muss Landrat Wolfgang Spelthahn zugeben, „das ist die bestbesuchte Präventionskonferenz…“. Weitere Infos gibt es unter
www.kein-kind-zuruecklassen.de

 

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